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So funktioniert die US-Präsidentschaftswahl



  
Weißes Haus - Matt H. Wade (User:UpstateNYer) / WIKIPEDIA
Die Wahl des Präsidenten ist relativ kompliziert. Es besteht aus vier Stufen:

  Vorwahl
  Nominierungsparteitag
  Volkswahl
  Wahl durch das Gremium der Wahlmänner


Der Präsident der Vereinigten Staaten wird alle vier Jahre gewählt.

Er kann höchstens für eine zweite Amtzeit bestätigt werden.

  


 Die Vorwahlen

Sowohl die Demokraten als auch die Republikaner führen Vorwahlen durch.
Dabei werden Delegierte gewählt, die ein Mandat haben, sich auf den Nominierungsparteitagen im Sommer vor der Präsidentschaftswahl für einen der parteiinternen Kandidaten auszusprechen.

Die Demokraten verteilen ihre Delegierten an die unterschiedlichen Bewerber exakt im Verhältnis der erzielten Wählerstimmen. Bei den Republikaner gilt das "winner-take-all"-Prinzip. Das heißt, der Kandidat mit den meisten Wählerstimmen bekommt alle Delegiertenstimmen zugesprochen.

In 41 von 50 Bundesstaaten besteht die Vorwahl in einer sogenannten Primary. Es kommt zu einer geheimen Stimmabgabe in einem Wahllokal. Je nach Staat und Partei dürfen entweder nur Parteimitglieder oder alle Bürger abstimmen.
In 9 Staaten wendet man die Methode des Caucus an. Dabei versammeln sich Parteimitglieder auf unterer, lokaler Ebene und beraten darüber, welchen Präsidentschaftskandidaten die Partei in die Wahl um das höchste Amt im Staat schicken sollte. Am Ende wird gewählt. Diese Wahl kann geheim oder offen sein. Aus dem Ergebnis berechnet sich, wie viele Delegierte jeder Kandidat zugewiesen bekommt.


 Die Nominierungsparteitage


Missouri - The Democratic National Convention - Flickr / WIKIPEDIA
  
Im Sommer vor der Präsidentschaftswahl bestimmt jede Partei auf den großen nationalen Nominierungsparteitagen ihren Kandidaten für die anstehende Wahl.

Bei den Demokraten wählen 4.049 Delegierte, bei den Republikanern knapp 2.380. Etwa 80 Prozent der Delegierten sind durch die Vorwahlen auf einen Namen festgelegt.
Die restlichen 20 Prozent sind Kongressmitglieder, Gouverneure sowie Vertreter des Parteiapparates. Sie haben die Freiheit, sich erst auf dem Parteitag frei für einen der Bewerber zu entscheiden. Meistens haben sie sich aber ebenfalls bereits für einen Kandidaten ausgesprochen, so dass es selten zu Überraschungen auf diesen Parteitagen kommt.

Der designierte Präsidentschaftskandidat benennt nach seiner Nominierung dann diejenige Person, die von der Partei als Kandidat für das Amt des Vizepräsidenten in die Wahl geschickt werden soll. Dieser Kandidat wird dann ebenfalls vom Parteitag bestätigt.



 Der eigentliche Wahltag - Volkswahl

Die Präsidentschaftswahl ist eine indirekte Wahl.

Am eigentlichem Wahltag geben die Bürger zwar ihre Stimme für den von ihnen gewünschten zukünftigen Präsidenten ab. Damit bestimmen sie aber nur - vorher von den Parteien aufgestellte - Wahlmänner (und –frauen), die ihrerseits den Präsidenten wählen.

Das Kuriose dabei ist: Es gilt das „winner-takes-all“-Prinzip. Also, alle Wahlmänner eines Bundesstaats werden von der Partei gestellt, die die Mehrheit der Stimmen erhalten hat. Ein Kandidat benötigt pro Bundesstaat also lediglich eine Wählerstimme mehr als irgendeiner seiner Mitbewerber - und es werden ihm direkt alle Wahlmännerstimmen dieses Staates zugesprochen. Die Wählerstimmen für die unterlegenen Kandidaten, spielen bei der Ermittlung des Wahlergebnisses danach keine Rolle mehr.


 Das Gremium der Wahlmänner

Die Wahlmänner wählen erst 41 Tage nach der Volkswahl auf der sie bestimmt wurden den Präsidenten. Dazu versammeln sie sich in ihrem jeweiligem Bundesstaat. Sie unterschreiben ihr Votum, versiegeln es und schicken das Ergebnis nach Washington.
Erst jetzt steht das offizielle Ergebnis der Wahl fest, obwohl es bereits im November nach der Wahl bekannt ist.

Die verschiedene Bundesstaaten entsenden abhängig von ihrer Bevölkerungsgröße eine verschiedene Anzahl von Wahlmännern. Hierdurch kann es passieren, dass der Präsidentschaftskandidat, der landesweit zwar die meisten Stimmen bekommt, trotzdem dem Kandidaten unterliegt, der landesweit weniger Stimmen bekommen hat, aber mehr Wahlmänner hinter sich vereint.
Zuletzt geschehen ist dies im Jahr 2000, als Al Gore Georg W. Bush unterlag. Über eine halbe Million Stimmen lag Gore vor Bush. Bush vereinte aber mehr Wahlmänner hinter sich und gewann die Wahl.




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